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Über die Kunst der Vertonung.

Schon während meines Studiums an der Robert-Schumann-Hochschule habe ich mich ausgiebig mit der Frage beschäftigt, welchen Einfluß die akustische Untermalung eines Films auf den Betrachter nimmt, und ob die Funktionsweise der menschlichen Wahrnehmung diese Frage möglicherweise klärt.

Eines der großen Geheimnisse der Wirkung von Musik zu bewegten Bildern liegt in einem Phänomen, das den Zuschauer zu den real vorhandenen Bildern auf der Leinwand (oder dem Fernsehgerät) weitere visuelle Eindrücke, die durch den Ton in seiner Imagination hervorgerufen werden, hinzuprojizieren läßt. Der Zuschauer sieht also Bilder, die im Film so gar nicht vorkommen oder vorhanden sind. Eine solche Kreuzverbindung zwischen den Wahrnehmungssystemen bezeichnet man als Synästhesie. Als Folge davon ergeben sich ungeahnte Möglichkeiten für das Sound-Design und die Filmmusik im Film, im Werbespot oder auch im Theaterstück. Mit Hilfe der Synästhesie können Inhalte, deren visuelle Umsetzung aus welchen Gründen auch immer nur ungenügend erfolgen kann, verdeutlicht werden, indem das visuelle Wahrnehmungssystem durch ein entsprechendes akustisches Ereignis mitgereizt wird.

Der unter amerikanischen Filmproduzenten gängige Ausspruch: "Fünfzig Prozent des Kinoerlebnisses gehen auf das Konto des Sounds", ist nicht nur so daher gesagt. Auch hierzulande scheint sich in der Medienbranche langsam aber sicher ein Bewußtsein dafür zu entwickeln, dass es heutzutage nicht mehr ausreicht, Filme, Werbespots und TV-Sendungen mit minderqualitativer Musik zu untermalen.

Ich gestehe: ich bin ein Film-Junkie! Ich habe in meinem Leben unzählige Spielfilme und Serien der letzten Jahrzehnte konsumiert, deren Bild- und Tonsprache analysiert, Querverbindungen hergestellt und - wenn ich das so sagen darf - ein Gespühr dafür entwickelt, was einen guten Soundtrack ausmacht und warum das so ist. So begann ich vor etwa zehn Jahren, neben meinen eigenen musikalischen Projekten, erstmals auch Auftragskompositionen für die Medienbranche zu produzieren, und zwar sowohl für die klassischen Formate Film, Fernsehen, Werbung und Bühne, als auch für die Bereiche Web, Game und Multimedia, deren Bedeutung in den letzten Jahren enorm zugemommen hat.

Ich liebe gute Musik, ich liebe es, gute Musik zu machen und ich liebe es, vielseitig zu sein. Meine fundierte musikalische Ausbildung, meine Auseinandersetzung mit unterschiedlichsten Musikstilen (von "Klassik" bis "Club") und mein Wissen über die Wirkungsweisen im Zusammenspiel von Bild und Ton, qualifizieren mich zur Komposition und Produktion von Musik mit einem vielschichtigen Spektrum, die hohen Ansprüchen gerecht wird. Überzeugen sie sich selbst und hören sie sich einige meiner Tracks an.